Nortik Navigator
Daten:
Länge: 505 / Breite: 58 cm / Gewicht: 21 kg / Zuladung: 150 kg /Cockpitmaße: 83 × 42,5 cm / Packmaß: 115 × 40 × 20 / 6 Spanten + 1 Halbspant / Haut: PVC/PU / Holz: Weißesche und Birken-Multiplex in Marine-Qualität / Beschläge: rostfreier Edelstahl
Lieferumfang:
Packrucksack / 2 Ladeluken / Hängesitz / installierte Kielstreifen /D-Ringe auf Deck
Schenkelstützen / Deckbeleinung / Reparatur-Set
Farben:
“mattes rot/schwarz” und “mattes grau/schwarz”
Optionales Zubehör:
Schürze / Seesocke / Fußstütze / Steueranlage
Die Farben sind wahlweise grau/schwarz oder rot/schwarz.
UVP: 2.690,- €
Die Konstrukteure wollten unbedingt ein Holzgestängekajak entwerfen, welches sich von den bereits am Markt existierenden Faltbooten abhebt. Mit dem traditionellen Werkstoff Holz werden meist auch ein eher schweres Gewicht, mehrere Packtaschen und tendenziell auch eher etwas behäbigere Bootsrisse in Verbindung gebracht. Das sollte geändert werden.
Es sollte ein Kajak für den Alltagspaddler entstehen, welches keine hohen Ansprüche an das paddlerische Können stellt, aber dennoch sportlichen und ambitionierten Ansprüchen gerecht wird.
Aus diesen Anforderungen ergab sich ein Spantenriss, welcher sonst nur bei Hartschalenkajaks umgesetzt werden kann: ein Knickspant mit fließendem Übergang in einen Rundspantriss. Der Knickspant im Kajakboden ergibt eine hohe primäre Kippstabilität (Anfangsstabilität) und der Rundspantriss in den Bordwänden sorgt für eine ausgezeichnete sekundäre Kippstabilität (Endkippstabilität). Erreicht wird dieser Spantenriss durch den Einsatz von Luftschläuchen, welche die Gestängekonstruktion “umgreifen” und für den Rundspantriss sorgen.
Diese Konstruktionsweise ergibt einen weiteren hochfunktionalen Nebeneffekt: Als einziges Gestängeteil des Kajakbodens drückt nur noch der Kiel direkt gegen die Außenhaut des Bootes. An dieser Stelle schützt ein extrem widerstandsfähiger Kielstreifen die Haut vor Abrieb oder weitergehenden Schäden. An allen anderen Gestängeteilen des Unterwasserschiffes hält der Luftschlauch die Außenhaut auf Distanz zum Gestänge. Man hat somit eine Art Puffer, d.h. die Haut kann an diesen Stellen – entgegen traditionellen Konstruktionsweisen – nachgeben und ist deutlich weniger anfällig für Schäden.
Als Hautmaterial wurde eine seit vielen Jahren bewährte Mischung aus PVC und PU gewählt. Der PU-Anteil sorgt auch bei niedrigeren Temperaturen für eine gegenüber PVC erhöhte Geschmeidigkeit des Materials. Darüber hinaus erhöht sich die Abriebfestigkeit gegenüber normalem PVC. Hinsichtlich der UV-Beständigkeit muss man sich bei dem aus Skandinavien stammenden Material keine Sorgen machen – es wird unter anderem für Produkte wie bspw. Stadionabdeckungen etc. verwendet, die über Jahre hinweg einer UV-Dauerbelastung standhalten müssen ohne Schwächen zu zeigen. Ein weiteres Ziel des Kajaks war ein kompaktes Packmaß und geringes Gewicht. Aus den genannten Packmaßanforderungen ergaben sich hohe konstruktive Anforderungen an die Beschlagtechnik. Eine der (inzwischen rechtlich geschützten) Lösungen hierzu ist u.a. unser Bordwandschanier welches ein Verschieben der Bordwände in geklapptem Zustand ermöglicht. Dadurch verschachteln sich die Bordwände im Packrucksack ineinander und man spart ca. 15 cm Packmaß. Sämtliche Bauteile sowie das Endprodukt sind im CAD visualisiert (siehe Abbildung oben) und nach bionischen Merkmalen und vordefinierten Belastungseingaben gewichtsoptimiert, d.h. die Natur diente hier in vielen Details als Vorbild.
Auf dem Wasser: Der Navigator weist trotz der im Vergleich zu den meisten herkömmlichen Faltbooten geringeren Breite aufgrund des Spantenrisses ein hohes Maß an Kippstabilität und Sicherheitsreserven auf, d.h. auch der Paddeleinsteiger fühlt sich nach kurzer Zeit sicher. Das Boot paddelt sich leichtgängig und auch bei windigen Bedingungen spurtreu. Ausgestattet ist der Kajak mit vorinstallierten Kielstreifen und Verstärkungsstreifen an Dollborden (Deckoberkanten) sowie an den Firststäben. Ferner wird das Kajak mit zwei wasserdicht verschließbaren Verdeckluken geliefert. Der Navigator ist somit rundum Dicht und hat keine offenen Nähte, die ein Wassereindringen ermöglichen würden. Die Sitzfläche ist für einen anpassbaren Komfort aufblasbar. Schenkelstützen gehören ebenso zur Serienausstattung wie auch die Deckbeleinung (inkl. möglicher Rundum-Beleinung) und ein Reparaturset. Und da zu einem Faltboot Packtaschen gehören, wird das Boot selbstverständlich im Packrucksack geliefert. Im Zubehör sind neben der Spritzschürze, Seesocke und Steueranlage auch Fußstützen und diverse Kleinteile erhältlich. In der Summe ist ein gut ausgestatteter, schneller und für seine Breite sehr kippstabiler Kajak entstanden, welcher durch sein geringes Packmaß und Gewicht den heuten Markterfordernissen überaus gerecht wird. Ein mobiler und zuverlässiger Begleiter für Ihre Abenteuer.





